DJI Ground Station - Quadrocopter steuern mit dem iPad

Amazon, Google, DHL und einige andere Unternehmen untersuchen derzeit unter großem Medieninteresse die Verwendung von Drohnen zur Paketauslieferung. Dabei handelt es sich um eine Art unbemannter Hubschrauber (in der Regel ein Quadrocopter oder Hexacopter), der selbsttätig die Route abfliegt. Klingt wie Science-Fiction, soll aber zumindest in den USA schon bald Realität werden.

DJI Quadrocopter

Wer sich für das Thema interessiert, kann für etwa 1000 Euro einen technisch ausgereiften Quadrocopter des Marktführers DJI erwerben. Die Modelle wie etwa der Phantom 2 oder der F450 Flame Wheel werden in der Regel über eine RC-Fernsteuerung geflogfen. Dank moderner Technik und ausgereifter Sensoren fliegen sich Multikopter zwar einfacher als herkömmliche Flächenmodelle oder Hubschrauber, sind aber zumindest von der Steuerung vergleichbar.

Steuern via GPS: Waypoints

Aktuelle Quadrocopter sind vollgestopft mit Technik (Gyroskop, Barometer, Accelerometer) und bei vielen Modellen gehört inzwischen auch ein GPS-Empfänger zur Ausstattung. In erster Linie wird GPS zur Bändigung des Fluggeräts verwendet (Position halten). Zusammen mit einem komfortablen Eingabegerät wie dem iPad lässt und ein wenig Zubehör sich damit aber auch eine völlig neue Art der Steuerung realisieren, die der Steuerung der Paketdrohnen sehr nahe kommt.

DJI Ground Station

Für die DJI-Modelle ist das Set DJI - Datalink 2,4 Ghz mit Bluetooth BTU im Handel für ca. 150 Euro erhältlich. Die zugehörige iPad-App Ground Station gibt es kostenlos im App-Store. Die sehr durchdachte App ermöglicht das Definieren von Flugrouten auf dem iPad. Dazu zeigt sie auf einer Karte die aktuelle Position und erlaubt durch einfaches Tappen auf den Screen das Setzen von Wegpunkten. Zu jedem Wegpunkt können ergänzende Daten (Höhe, Geschwindigkeit) eingetragen werden. Aus der Summe der Wegpunkte ergibt sich eine Route, die dann via USB auf den Quadrocopter übertragen werden. Wenn sich die berechnete Flugzeit mit der Akkudauer verträgt wird der Flug via iPad gestartet. Der Quadrocopter hebt ab und fliegt wie von Geisterhand gelenkt seine Wegpunkte ab. Am Ende des Programms landet das Gerät eigenständig. Natürlich kann dabei immer mal wieder etwas schief gehen (ein Baum im Weg, Verlust des GPS-Signals), so dass der Pilot das Gerät jederzeit im Auge behalten muss. Während des Flugs werden über das Datalink-Modul Daten an die Ground Station-App zurück übertragen (Höhe, Position usw.).

Wer sich näher für das spannende Thema Quadrocopter interessiert findet dazu zahlreiche Infos auf der Seite www.quadrocopter-blog.de. Auch eine technisch anspruchsvollere Besprechung der Ground Station-App ist dort zu finden.